Innovation im Herzen der Agentur


Qualität und Effizienz stehen im Mittelpunkt der Projekte der ANTAI, die konsequent auf Innovation setzt, um ihr Dienstleistungsangebot weiterzuentwickeln.
Mithilfe technologischer Mittel und des Fachwissens der Direktion für Innovation und neue Projekte (Direction de l’innovation et des nouveaux projets, DINP) realisiert die ANTAI Vorhaben zur Optimierung und Erhöhung der Zuverlässigkeit des Systems automatisierter Verkehrskontrollen. Im DataLab, das im Centre National de Traitement angesiedelt ist, analysiert, verarbeitet und nutzt die Agentur die umfangreichen Daten, die aus ihrem Informationssystem stammen.
1) Eine Plattform zur Datennutzung
Mit der 2020 eingeführten Plattform „DataLab“ treibt die ANTAI eigenständig Projekte zur Datennutzung voran – unter strikter Einhaltung der gesetzlichen und administrativen Vorschriften sowie der geltenden Sicherheitsrichtlinien für Informationssysteme.
Dieses leistungsstarke Tool ermöglicht:
- die Erstellung dynamischer, interaktiver Statistiken und Dashboards (Business Intelligence),
- die Durchführung von Data-Science-Projekten, etwa zur Betrugsbekämpfung,
- die Beantwortung gerichtlicher Anfragen durch multikriterielle Datenanalysen,
- die Bereitstellung anonymisierter Daten für die Data-Science-Teams anderer staatlicher Stellen.
Über diese Nutzungsformen hinaus fungiert das DataLab als Katalysator für Projekte zur Entwicklung Künstlicher Intelligenz, insbesondere im Bereich des maschinellen Lernens (Machine Learning).
2) Innovation im Dienst des ökologischen Wandels
Für die ANTAI hat der ökologische Wandel eine zentrale Bedeutung – insbesondere im Hinblick auf strengere Umweltvorgaben bei der öffentlichen Auftragsvergabe.
Die DINP verfolgt daher einen ökologisch verantwortungsbewussten Ansatz, um:
- das Verständnis und die Anwendung zentraler Konzepte des Ökodesigns (Écoconception) zu fördern,
- gesetzliche Anforderungen auf zukünftigen Märkten frühzeitig zu antizipieren,
- die ANTAI auf dem Weg zu nachhaltigeren, angepassten Entwicklungs- und Gestaltungsmethoden zu begleiten.
3) Neue Mobilitätslösungen – von der Erprobung zur Einführung
Die ANTAI beteiligt sich an vier Projekten, die die automatisierte Kontrolle sowie die rechnergestützte Ahndung (Verbalisierung assistée par ordinateur, VAO) weiterentwickeln sollen:
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Kontrolle reservierter Fahrspuren
Diese Fahrspuren sind bestimmten Nutzergruppen vorbehalten – etwa öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis (je nach lokaler Regelung), Fahrgemeinschaften (ab zwei Personen) und Fahrzeugen mit sehr geringen Emissionen. Nach einem ersten Versuch ohne Sanktionierung im Jahr 2022 begann 2024 eine Phase mit Verstoßerfassung. Die Auswertung dieses Pilotprojekts wird über eine mögliche flächendeckende Einführung entscheiden.
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Emissionsarme Zonen (Zones à faibles émissions mobilité, ZFEm)
Ziel der automatisierten Kontrolle ist es, den Zugang zu diesen Zonen gemäß der Crit’Air-Plakettenklassifizierung zu regulieren. Die ANTAI übernimmt die Verarbeitung der Verstöße und stellt den Kommunen die notwendigen Erfassungswerkzeuge zur Verfügung. Die Inbetriebnahme der ersten Kontrollgeräte ist für 2026 vorgesehen.
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Kontrolle der Fahrzeuglärmbelastung
Artikel 92 des Mobilitätsgesetzes (Loi d’orientation des mobilités, LOM) sieht die Überwachung von Fahrzeuglärm (ausgenommen Einsatzfahrzeuge) vor. Spezielle Sensoren erfassen den Geräuschpegel und identifizieren anhand des Kennzeichens potenzielle Verstöße. Nach ersten Versuchen im Jahr 2023 befinden sich die Geräte derzeit im Zulassungsverfahren, um 2026 einsatzbereit zu sein.
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Dynamisches Wiegen von Lastkraftwagen
Die Gewichtskontrolle erfolgt durch Sensoren, die in die Fahrbahn eingebettet sind, kombiniert mit Silhouettenerkennungssystemen. Dieses System soll die Ahndung überladener Fahrzeuge ermöglichen. Geplant ist der Einsatz von etwa 30 Messsystemen auf stark befahrenen Verkehrsachsen. Die Sensoren werden derzeit unter der Aufsicht des Verkehrsministeriums entwickelt.


















